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Smalltalk#regrettingmotherhood - ein Tabubruch? Was denkt ihr?

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Wenn man sich mit Mamis auf dem Spielplatz unterhält, ist das Mamisein das Allerbeste auf der Welt, die Kinder nur goldig... Kaum ein Mami würde sich getrauen jemals öffentlich etwas anderes zu sagen. Folgt jetzt mit #regrettingmotherhood ein Tabubruch? Das man auch mal sagen darf, dass nicht nur alles supertoll ist?

Was denkt ihr?
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Ich finde es war überfällig das das Thema aufgegriffen wurde / wird.

Ich liebe meine Kinder und würde sie jetzt auch nicht hergeben wollen.
Aber wenn ich vorher gewusst hätte was alles auf mich zukommt bin ich mir nicht sicher ob ich mich so locker für Kinder entschieden hätte....

Ich hatte Tageskinder und habe jetzt Spielgruppenkinder - bei Kindern die man wieder abgeben kann stosse ich viel seltener an meine Grenzen als bei meinen eigenen.

Allerdings bin ich in etwa bei Halbzeit und ich bin nicht mehr so eingespannt als Mami wie noch vor 2 Jahren. Es bleibt mehr Zeit für mich und "mein Leben".

Alles was vor den Kindern so klar und einfach und rosarot war hat die Realität ganz schnell über den Haufen geworfen - spätestens mit dem zweiten Kind - das war oft nicht leicht und manchmal hab ich mir gewünscht ich hätte zumindest das zweite Kind zurückschieben und auf später vertagen können....
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Ich denke nicht dass die erste Aussage stimmt. Ich habe mit meinem Buben (6) immer mal wieder heftig Theater, weil er immer und immer wieder die Grenzen neu testen muss und wissen will, ob die Regel von gestern auch heute noch gilt. Er ist nicht aufs Maul gefallen und seine Sprüche werden teils heftig. Wenn man dann eben beim Nein bleibt und ihm sagt was er zu tun und lassen hat, bekommt er ab und an richtige Anfälle... da könnt ich ihn sofort auf den Mond jagen.

Ich hatte immer eine ganz klare Vorstellung, wie ich mein Kind erziehen will... dachte mit genauen Reglen und Ritualen würde sich dies mehr oder weniger ergeben... und muss heute sagen, dass ich die Erziehung und den Punkt Respekt total unterschätzt habe. Ich werde in solchen Situationen schon mal auch laut, nehm den Buben unter den Arm und stell in mit den Worten "will dich im Moment nicht mehr sehen" in seinem Zimmer ab. Er hat viele Freiheiten, aber diese kann er sich alle "verspielen". Wenn er zickt gibt es kein TV, keine Games und er geht nicht zu seinen Freunden zum spielen.

Ich liebe Kinder nach wie vor über alles... bin ja auch Tagesmutter. Merke aber deutlich, dass ich bei den Kindern die ich nicht erziehen muss, alles einfacher und lockerer geht. Manchmal mag ich deswegen die Tageskinder fast lieber als mein eigenes.... und hätte ich das alles vorher auch nur geahnt, wär ich wohl kinderlos geblieben.

Was mich sehr beruhigt, ist dass ich einige Kolleginnen habe, mit den gleichen Problemen. Wir reden oft offen und ehrlich zusammen über dieses Thema und belächeln die Familien, die nach aussen eben die "heilige Welt" spielen.

Wir haben auch Familien in der Nachbarschaft, da sind die Kinder (3-7) oft alleine im Dorf unterwegs... tun den halben Tag lang was sie wollen. Da ist Mama immer total entspannt und die Ruhe selber... tja... wenn man nie Nein sagen muss, hat das Kind keinen Grund zu trotzen... gibt es keine Regeln, kann man sie nicht brechen... jedem das seine...

6 Kommentare Sortierung: Neuste Bewertung Chronologisch

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Liebe/r regret

Danke für deine Ehrlichkeit! Sowas gibt fast niemand zu!

Was ich auch noch als wichtigen Punkt empfinde: die Partnerschaft leidet unter der Aufgabe ein Kind im Leben zu begleiten. Nicht wenige zerbrechen an dieser Aufgabe. Und auch nicht wenige bleiben "für die Kinder" zusammen.
Als ob Kinder nicht merken würden, dass sich die Eltern nichts mehr zu sagen haben, Konflikte, Bedürfnisse etc. aufs Kind übertragen..
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Danke jasasca -- es gibt sie also doch noch, die ehrlichen Mamis :-)
(... und hätte ich das alles vorher auch nur geahnt, wär ich wohl kinderlos geblieben. ...)
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Nein, es ist nicht traurig und tragisch. Endlich entwickelt sich die Kultur dafür das auch mal was nicht klappt. Versagen, Hinfallen wird normal und man wird nicht mehr stigmatisiert. Das ist eine ganz wichtige und in meinen Augen auch richtige Entwicklung.
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.... vermute mal, dass es bei den "bereuenden Müttern" eine grosse Dunkelziffer gibt! Natürlich wollen alle tolle und lässige Muttis sein und frau gibt sich total Mühe, nix anmerken zu lassen und eine makellose Fassade und das Gesicht zu waren. Aber in der Praxis höre ich immer wieder, wie Mamas die "Fassung" verlieren und die Mutterschaft bereuen... egrettingmotherhood ist eigentlich tragisch und traurig...
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Zitat jasasca: "... und hätte ich das alles vorher auch nur geahnt, wär ich wohl kinderlos geblieben."
Finde es äusserst bemerkenswert, dass Frauen so ehrlich und offen reflektieren und nicht nur eine "heile Welt" vorspielen! Chapeau!!!
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Ich habe immer gedacht, ich bin weit und breit die einzige, die mit ihrem Kind über die Grenzen stösst. Gehen wir irgendwo hin, zum Beispiel auf einen Spielplatz dann ist es bestimmt meiner, der plötzlich schreit, herumfuchtelt und einfach laut ist. Alles gafft, schütteln den Kopf und schauen mich an. So habe ich das Gefühl, bei keinem geschieht so was ähnliches. Alle Kinder um mich herum sind brav, nur meiner nicht. Zum Teil werde ich nicht mal gegrüsst oder ein abfälliger Blick ernte ich. Dabei habe ich drei andere Kinder noch, welche ruhige Charakter sind und kennen ihre Grenzen. Die zwei Grossen waren sehr verständnisvolle Kinder sowie meine 2,5 jährige auch. Die haben das gar nie gemacht. Nur der 4.5 jährige muss jeden Milimeter der Grenzen testen, wie weit kann ich gehen bei Mami und das fast jeden Tag. Wenn ich das den Müttern erzähle, wird das oft verharmlost und gute Tipps kommen nicht wirklich. Die machen mir eher ein schlechtes Gewissen. Auch ich war mal am Anschlag, ja, hatte sogar Angst ein Bourn-out zu bekommen, weil der Junge mich fix und fertig machte. Da kommt einem schon mal den Gedanken, warum habe ich so einen Sohn? Habe ich ihn noch überhaupt lieb? Natürlich liebe ich ihn genauso wie die anderen 3. Aber in dem Moment ist es eine Art Wut auf den Kleinen, weil er mich fertig machte und er weiss es nicht mal was er da tut. Die Sehensucht, einfach mal 2 Wochen ihn abzugeben, war mal stark und ich schämte mich. Leider kann ich die zwei kleinen Kinder nicht mal einen Tag abgeben, ich habe niemanden. Das heisst: keine Pause. Dabei würde das mich mega entlasten. Ich bin nun irgendwie beruhigt zu hören, dass es auch andere gibt, die es auch nicht leicht haben. Zwischenzeitlich ist es etwas besser geworden. Eine kleine und sehr strenge Grenze muss er haben. Das braucht Nerven, Geduld und Anstrengung. Aber es kommt gut und wird immer besser. Er braucht das.

Seid umarmt Gleichgesinnte:-)
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also ich sage gleich das ich manchmal an meine Grenzen stosse und das ich manchmal meine Kinder gerne gegen die Wand schmeissen würde (sinnbildlich gemeint)!!! Jede Mutter die nur davon redet, wie schön und wunderbar alles ist und das sie nie nie an ihre Grenzen stösst, lügt sich selber und alle anderen an!! Und um solche Mütter mache ich einem Bogen!

Ich gebe offen zu das ich nicht perfekt bin in der Erziehung meiner Kinder! Man darf als Mama auch mal ausrasten ohne gleich dafür von allen anderen verurteilt zu werden!!

3 Kommentare Sortierung: Neuste Bewertung Chronologisch

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Nicht jede Frau hat einen Kinderwunsch. Ich nicht, dafür liebe ich meine Freiheit zu stark.
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Kinder zu haben kann toll sein. Und furchtbar anstrengend, mühsam und belastend.
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Wahre Worte!!!
(.... Jede Mutter die nur davon redet, wie schön und wunderbar alles ist und das sie nie nie an ihre Grenzen stösst, lügt sich selber und alle anderen an!! .....)

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